Nachdenkliches:


Leider erlebe ich es immer wieder, dass Menschen die Mindestvoraussetzungen für eine
Hundehaltung nicht erfüllen. Eine Therapie oder ein Training macht keinen Sinn, wenn die arttypischen Bedürfnisse
eines Hundes nicht befriedigt werden. Hunde sind sehr soziale Lebewesen, sie brauchen die Nähe des Menschen.
Eine Zwingerhaltung erfüllt nicht ihre Bedürfnisse. Sie brauchen Anregungen und Beschäftigung, durchschnittlich etwa 2 Stunden pro Tag.
Sie sollten nicht länger als 4 Stunden täglich alleine sein, auch wenn zwei Hunde im
Haushalt leben. Wenn man diese Zeit nicht hat, sollte man sich keinen Hund an-
schaffen. Sie brauchen regelmäßig Spaziergänge,jeden Tag - egal wie das Wetter ist.
Einen Hund nur im Haus und Garten zu halten ist tierschutzrelevant. Die Grundbedürfnisse nicht zu befriedigen, bedeutet für Hunde Dauerstress. Das
führt zu biologischen Vorgängen im Körper, die Krankheiten und Verhaltens-
störungen verursachen.

Ihre Bedürfnisse zu respektieren ist eine wichtige Verhaltensprophylaxe!


                     Empathie bedeutet:
Mit den Augen des Hundes zu sehen. Mit den Ohren des Hundes zu hören. Mit der Haut des Hundes zu fühlen. Sein Herz und seine Seele zu spüren.

Bindung:

 

 

 

entsteht z.B. durch Körperkontakt, dafür sorgt das Hormon Oxytocin bei Hund und Mensch. :-)

Aber Achtung: Der Hund sollte diesen engen Kontakt selber herstellen.

Aufgezwungene Nähe ist unangenehm.


Mut zeigen:

 

 

 

Hunde sehen immer mal wieder etwas, das sie unheimlich finden. Sie brauchen Mut um es zu erkunden. Ich lobe diese Art von Mut.

 

 

Wenn man Hunde dauerhaft bedroht und verunsichert, werden sie mutlos.


 Schutz und Geborgenheit:

 

 

 

Ihr Welpe braucht Vertrauen.

Gehen Sie mit Ihrem Welpen in  keine Hundeschule, die Ihnen körperliche Strafen empfiehlt.


Der Hund ist der beste Freund des Menschen, so sagt man.

Wird er wirklich freundschaftlich behandelt?


Tut-Nix-Hunde

 

Ich erlebe es immer wieder, dass Tut-Nix-Hundhalter ihre Hunde auf fremde, angeleinte Hunde zulaufen lassen.

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass der andere Hund nicht ohne Grund angeleint ist?

Vielleicht hat er Angst vor anderen Hunden oder er reagiert aggressiv auf fremde Hunde.

Er könnte krank oder alt sein. Vielleicht hat er eine OP hinter sich.

 

Nötigen Sie dem anderen Hund und Halter keine Nähe auf! Fragen Sie bitte, ob die Hunde Kontakt haben können.

 


"Positive Verstärkung" - etwas Angenehmes hinzufügen:

 

"Positive Verstärkung" ist ein Begriff der Lerntheorie. Er besagt, dass das erwünschte Verhalten eines Hundes mit einer Belohnung verstärkt werden kann. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass der Hund das erwünschte Verhalten wiederholen wird.

Es ist eine gute Idee, die Aufmerksamkeit auf erwünschte Verhaltensweisen zu legen. Es findet jedoch nur dann eine Verstärkung statt, wenn es aus der Sicht des Hundes in der bestimmten Situation eine Belohnung ist.

Es gibt ganz unterschiedliche Belohnungsformen: z.B. Futter, Spiel, Freilauf, Aufmerksamkeit, Lob, Streicheln u.s.w.

 

Betrachten wir mal das Streicheln oder Tätscheln:

Lassen Sie sich von einem Mitmenschen berühren. Was ist angenehm, was nicht? Wann ist es angenehm und wann nicht? Ist es angenehm, wenn sie sich entspannt ausruhen und ist es auch angenehm, wenn Sie dringend etwas erledigen möchten?

Finden Sie es gut, wenn Sie auf dem Kopf getätschelt werden?

Ist das in der bestimmten Situation für Ihren Hund eine Belohnung oder eher eine Bestrafung? Achten Sie auf seine Körpersprache:

Züngelt er, blinzelt er, legt er die Ohren nach hinten, zieht er den Kopf zurück, duckt er sich oder dreht er sich weg? - Dann ist es ganz sicher keine Belohnung.


Um mit unserem Hund kommunizieren zu können, müssen wir seine Körpersprache verstehen.